Warum Hersteller bei Leistungstransformatoren auf IEC 61238-1-zertifizierte Crimp-Systeme umsteigen: Ein Vergleich mit Löten und Schweißen.
Die internen Verbindungen innerhalb eines Leistungstransformators sind für die elektrische Leistung, die thermische Stabilität und die langfristige Zuverlässigkeit von entscheidender Bedeutung. Obwohl seit Jahrzehnten Löt- und Schweißverfahren zum Einsatz kommen, sind diese manuellen Prozesse mit Schwankungen, Sicherheitsrisiken und einer eingeschränkten Rückverfolgbarkeit verbunden – allesamt wichtige Aspekte bei hochwertigen Geräten.
Aus diesem Grund stellen Transformatorenhersteller weltweit auf IEC 61238-1-zertifizierte Crimp-Systeme um, die Wiederholbarkeit, Sicherheit und messbare Qualität bieten, insbesondere bei Spulenausgangsanschlüssen.
Artikel von Victor Moraes
Key Segment Manager
Electrical Machines

Einschränkungen beim Hartlöten und Schweißen
Obwohl weit verbreitet, weisen Hartlöten und Schweißen zunehmend problematische Nachteile auf:
- Starke Abhängigkeit von den Fähigkeiten des Bedieners
- Hohe Prozessvariabilität
- Versteckte interne Fehler sind schwer zu erkennen
- Längere und risikoreichere Fertigungsprozesse (Hitze, Flammen, Dämpfe)
- Keine objektiven Kriterien zur Überprüfung der Verbindungsqualität
In einem Transformator, wo jede interne Verbindung kritisch ist, wird diese Variabilität inakzeptabel.
Warum die nach IEC 61238-1 zertifizierte Crimpverbindung zum globalen Standard wird
Die Norm IEC 61238-1 stellt strenge Anforderungen an:
- Temperaturanstieg
- Kontaktwiderstand
- Temperaturwechsel
- mechanische Stabilität
- Langzeitleistung
Zertifizierte Crimp-Systeme erfüllen diese Standards und bieten klare Vorteile:
1. Wiederholbarkeit und Prozesssteuerung
Hydraulische Werkzeuge gewährleisten in jedem Zyklus eine gleichmäßige Kraft und Verformung.
2. Höhere Betriebssicherheit
Keine Hitze, Flammen oder Dämpfe.
3. Rückverfolgbarkeit und objektive Überprüfung
Moderne Systeme bieten:
- die auf dem Anschluss eingeprägte Kennzeichnung und
- die angegebene Crimphöhe, messbar mit einem Messschieber
Dadurch ist der Prozess vollständig überprüfbar – etwas, das beim Hartlöten oder Schweißen unmöglich ist.
4. Überlegene elektrische und thermische Leistung
Eine ordnungsgemäße Kompression beseitigt Hohlräume, verringert den Widerstand und verbessert das thermische Verhalten unter Lastwechseln.
Kosten schlechter Qualität: der entscheidende Faktor
Ein Ausfall einer internen Transformatorverbindung ist eines der teuersten und schädlichsten Ereignisse, die einem Hersteller passieren können.
Zu den Folgen gehören:
- extrem schwierige oder unmögliche Nacharbeiten
- Produktionsverzögerungen
- Verlust von Öl, Kupfer und Isoliermaterialien
- Garantie- und Logistikkosten
- Unzufriedenheit der Kunden und Rufschädigung
- in schweren Fällen katastrophale Ausfälle im Einsatz
Da Löten und Schweißen vom Bediener abhängig sind, ist die Ausfallwahrscheinlichkeit deutlich höher – ebenso wie die finanziellen Risiken.
Dies ist der Hauptgrund, warum Hersteller auf IEC-zertifizierte Crimp-Systeme umsteigen:
Sie gewährleisten zuverlässige Verbindungen auch in Spulenausgangsleitern, indem sie Klemmen und Werkzeuge verwenden, die für starke mechanische, elektrische und thermische Belastungen ausgelegt sind.
Kurz gesagt: Zertifiziertes Crimpen = kontrollierte Qualität + geringere Risiken + niedrigere Ausfallkosten.
Schlussfolgerung
Die nach IEC 61238-1 zertifizierte Crimptechnik ist nicht nur eine technische Verbesserung, sondern eine strategische Entscheidung, die folgende Vorteile mit sich bringt:
- höhere Sicherheit
- größere Produktivität
- gleichbleibende Qualität
- vollständige Rückverfolgbarkeit
- überlegene elektrische Leistung
- starke Reduzierung der ausfallbedingten Kosten
Für Hersteller von Leistungstransformatoren, bei denen Zuverlässigkeit unverzichtbar ist, stellt zertifiziertes Crimpen die sicherste, modernste und robusteste Methode dar.











